Seit langem fordern die Nama und die Herero von Deutschland eine Entschuldigung für die Massenmorde, die von 1904 bis 1908 stattfanden.
KLICKT AUF DIE SCHALTFLÄCHE UNTEN, WENN IHR EUCH ÜBER DIE EREIGNISSE WÄHREND DER DEUTSCHEN KOLONIALHERRSCHAFT IN NAMIBIA INFORMIEREN MÖCHTET.
Im Jahr 2021 hat der deutsche Außenminister Heiko Maas nach fünfjährigen Verhandlungen eingeräumt, dass es sich bei den von der deutschen Kolonialmacht verübten Gewalttaten tatsächlich um einen Genozid handelt.
FALLS DU DEN BEGRIFF GENOZID BZW. „VÖLKERMORD“ NICHT KENNST, KANNST DU IM INFORMATIONSKASTEN UNTEN NACHLESEN.
Während des Völkermords wurden etwa 80 % der Herero und 40 % der Nama sowie der San und Damara von den deutschen Kolonialisten brutal ermordet. Auch ihr Land und ihr Viehbestand wurden konfisziert.
Auf diese Anerkennung folgte eine Entschuldigung an den namibischen Staat für die begangenen Gräueltaten. Außerdem versprach der deutsche Staat eine Entwicklungshilfe in Höhe von mehr als 1,1 Milliarden Euro.
GENOZID ist die geplante und organisierte Tötung einer Gruppe von Menschen. Die Opfer von Völkermord werden aufgrund ihrer Rasse, Religion, ethnischen Zugehörigkeit oder Nationalität getötet.
Viele Menschen in Namibia sind nicht glücklich über die Entschuldigung und die Entschädigung, die Namibia angeboten wurde.
Könnt ihr euch vorstellen, warum?
Schreibt eure Gedanken hier unten auf und teilt sie mit anderen GNG Home School Nutzenden.
Sowohl die Herero als auch die Nama sind sehr enttäuscht über den Verlauf der Dinge, da die betroffenen Gemeinschaften nicht einmal zu den Verhandlungen eingeladen wurden.
Emmanuelle Chaze, politische Korrespondentin der Deutschen Welle, nannte den Schritt „höchst symbolisch“ und wies darauf hin, dass die Gespräche mit der namibischen Regierung und nicht direkt mit den Herero und Nama geführt wurden.
Einige Vertreter der Herero- und Nama-Völker äußerten sich kritisch und sagten, diese neuen Entwicklungen seien ein Versuch, die namibische Regierung zu betrügen.
Der Beschluss wurde auch kritisiert, da er die Hauptforderung nach Reparationen nicht erfüllt.
Außerdem ist das Geld, das Deutschland dem namibischen Staat zukommen lassen will, speziell für Wiederaufbau- und Entwicklungsprojekte bestimmt.
Das bedeutet, dass die direkt vom Völkermord betroffenen Familien wahrscheinlich überhaupt nicht von diesem Geld profitieren werden.
Der namibische Präsident Hage Geingob hat dem von Deutschland angebotenen Entschädigungspaket für Wiederaufbau- und Entwicklungsprojekte zugestimmt.
Vekuii Rukoro, eine der führenden Persönlichkeiten der Herero, hingegen hat das Angebot abgelehnt. Er hält es für eine „Beleidigung“, weil die Reparationskosten nicht enthalten sind.
Er sagte: „Keine afrikanische Person, die etwas auf sich hält, wird in der heutigen Zeit eine solche Beleidigung von einer sogenannten zivilisierten europäischen Nation akzeptieren.“
Die namibischen Gemeinschaften haben auch die Rückgabe von Zehntausenden gestohlener Körperteile ihrer Vorfahren gefordert, die in deutschen Museen aufbewahrt werden.
Außerdem fordern sie, dass geraubte Kunstwerke nach Namibia zurückgegeben werden.
Bislang sind die deutschen Behörden auf diese Fragen nicht eingegangen.
UNSERE REFERENTIN
Ich bin Edna Awaras, eine Damara aus Namibia. Ich bin in Namibia geboren und aufgewachsen. Meine Hochschulausbildung habe ich durch das Cambridge System abgeschlossen. 2002-2004 ging ich für einen Arbeitsaufenthalt nach England. Ich erhielt ein Diplom in ganzheitlicher Massagetherapie vom City of Bristol College-Uk.
Sieben Jahre lang leitete ich eine erfolgreiche Filmfirma in Namibia, die sich auf Dokumentarfilme spezialisiert hat. Im August 2013 zog ich nach Österreich und lebe seitdem hier. Der Großteil meiner Arbeit findet in Namibia statt, um die Filmcrews zu unterstützen, als Moderatorin, Aufnahme- und Produktionsleitung.
Über unsere Kinder, die auf dieselbe Schule gehen, habe ich meine Freundin Banza kennengelernt.
Als Banza mir Global New Generation (GNG) vorstellte, war ich sehr fasziniert von der Website und davon, wie multinational sie ist. Ich traf Sonja, die Gründerin von GNG, auf Banzas Geburtstag und begann später, bei GNG mitzuarbeiten.
QUELLEN
https://edition.cnn.com/2011/10/05/world/africa/skulls-return-to- namibia/index.html
https://www.bbc.com/news/world-africa-5730614
https://kids.britannica.com/kids/article/genocide/399476
https://www.bbc.com/news/world-africa-57306144
https://www.dw.com/en/germany-officially-recognizes-colonial-era-namibia-genocide/a-57671070
FÖRDERUNG