Was genau ist passiert?
In Nigeria gab es eine Polizeieinheit, die ,,SARS” (Special Anti-Robbery Squad) heißt.
Eigentlich wurde sie gegründet, um Verbrechen wie Raub zu bekämpfen. Aber anstatt die Menschen zu beschützen, haben die Polizisten in dieser Einheit die Macht missbraucht.
Es gab Berichte, dass sie Leute erpresst, gefoltert und sogar getötet haben. Oft ohne Grund. Besonders junge Leute mit teuren Handys, Klamotten und Autos wurden von den Polizisten einfach festgenommen.
Viele hatten Angst vor SARS, da keiner wusste, wer das nächste Opfer dieser Polizisten werden konnte. Irgendwann wollten die Menschen das nicht länger so hinnehmen.
Was war der Auslöser für die ,,End-SARS”-Bewegung?
Die End-SARS-Proteste haben im Oktober 2020 begonnen, nachdem ein schockierendes Video viral ging.
In dem Video konnte man sehen, wie ein Polizist einen jungen Mann erschoss und daraufhin sein Auto klaute. Dieses Video war der Auslöser für die ganzen Skandale, die danach geschahen.
Die Leute wurden richtig sauer und fingen an auf Social Media mit dem Hashtag #EndSARS über ihre Erlebnisse mit der Polizei zu berichten.
Auf die Straßen gingen insbesondere junge Leute um zu demonstrieren.
Sie wollten, dass die Regierung die Einheit auflöst und sich endlich um die Probleme, wie Korruption und Ungerechtigkeit,im Land kümmert.
Die Proteste werden auch von Berühmtheiten und Leuten aus anderen Ländern unterstützt.
Wie hat sich die politische Lage in Nigeria durch SARS verändert?
Irgendwann hat die Regierung angekündigt, dass SARS aufgelöst wird. Viele Menschen aber haben das nicht geglaubt, weil die Polizisten einfach in anderen Abteilungen arbeiten dürfen.
Der 20. Oktober 2020 war der schlimmste Tag. Das war der Tag des Lekki-Massakers. An diesem Tag schossen Sicherheitskräfte auf friedliche Demonstranten in Lagos. Dabei wurden viele Menschen getötet oder schwer verletzt.
Dieses Ereignis machte die Leute noch wütender, weil das zeigte wie wenig die Regierung auf die Forderungen der Bevölkerung eingeht.
Auch wenn sich seit den Protesten nicht viel geändert hat, haben die End-SARS Demos bewiesen, wie stark junge Menschen in Nigeria sein können.
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Die Referentin
als Mitbegründerin des Vereins Global New Generation Berlin setzte ich mich seit vielen Jahren für die Anerkennung aller Menschen in unserer Gesellschaft ein.
Besonders am Herzen liegen mir dabei die Kinder, denn auch meine (Enkel-) Kinder leben in Deutschland.
Ich konzipiere transkulturelle Projekte und führe sie in diversen Teams durch.
Diskriminierungssensible Bildung finde ich sehr wichtig. Aus diesem Grund biete ich Ant-Diskriminierungs- und Diversity Trainings für Bildungseinrichtungen an.
Da ich Künstlerin bin, nutze ich Kunst gerne als Werkzeug, um heranwachsende Menschen in der Entfaltung, in ihrer Identitätsfindung zu unterstützen.
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