Starke Kinder, starke Grenzen

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NewGenerationbln

Global New Generation Berlin Botschafter*innen einer Welt ohne Vorurteile

globalnewgeneration

Intercultural and transcultural education work 💚

gngberlin.de

Unser Anliegen ist die Anerkennung aller Menschen als vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft.

Songtext

Global New Generation/Lalia Toure, 2023

Songtext “Mein Körper gehört mir”

Strophe 1:
Ich bin stark und wunderschön, eine Bipoc Königin.
Großes Lächeln im Gesicht, weil ich weiß wie wertvoll ich bin.
I’m unique, I shine so bright,
I set my boundaries, that’s my right.

My body, my choice, I pave the way, I raise my voice.
Kids, listen to what I say – Your boundaries, your way.

I’m strong, I’m free
In my body, I find me.
I speak my mind, I stand my ground,
In every language, my voice resounds.

Confiance en moi je suis libre comme l’air,
Je dis ‘’non’’ quand il le faut, avec soin et eclair,
Respectons-nous les uns les autres, cest la cle,
Ensemble mains dans la mains, dansons de gaieté

Refrain:
Mein Körper gehört mir, das ist unbezweifelbar.
Mein Nein ist nicht verhandelbar.
Selbstbewusst und wunderschön, akzeptier’ mich wie ich bin.
Ich kann alles schaffen und du auch.

Strophe 2:
Je suis fort et je suis libre,
Dans mon corps, je m’inspire.
Je pose les limites, je tiens le rêve,

Ma liberté, c’est ce qui m’élève.
Petits héros, forts et avisés,
Ton corps est ta fierté.
Confiance en moi, Im strong and true,
set my limits and thats what I’ll do,
Let no one cross my line.
Within me I’ll always shine.

Montre ton courage: Définir tes limites, c’est sage
Kids, listen to what I say -Your boundaries, your way.

Refrain:
Mein Körper gehört mir, das ist unbezweifelbar.
Mein Nein ist nicht verhandelbar.
Selbstbewusst und wunderschön, akzeptier’ mich wie ich bin.
Ich kann alles schaffen und du auch.

,,Mein Körper gehört mir“ ist ein Song der Global New Generation Berlin e.V.

Das Lied ist im Rahmen eines Projektes zum Thema Grenzen setzen, Selbstbestimmung und Empowerment entstanden, in Zusammenarbeit mit einer Gruppe junger Künstler*innen.

Vorbeugen statt Angst machen – Selbstbewusstsein kindgerecht stärken

Kinder brauchen keine Angst, um sich zu schützen – sie brauchen Vertrauen in sich selbst.

Wer früh lernt, dass der eigene Körper nur einem selbst gehört und dass Nein sagen erlaubt ist, wird selbstsicherer im Umgang mit anderen.

Grenzen setzen beginnt zu Hause

Klare Regeln

Durch klare Regeln lernen Kinder nicht nur, wie sie sich in der Welt zurechtfinden, sondern auch, wie sie Verantwortung für sich und ihr Verhalten übernehmen.

Das Recht „NEIN“ zu sagen

Das Recht, „NEIN“ zu sagen, ist eines der wichtigsten Werkzeuge, um Kinder vor Missbrauch und Übergriffen zu schützen.

Warum klare Regeln Kinder stark machen

Wenn du als Elternteil klare Regeln aufstellst, gibst du deinem Kind nicht nur eine sichere Struktur, sondern auch die Werkzeuge, um ein selbstbewusster und verantwortungsbewusster Mensch zu werden.

Wie setzen Eltern klare Regeln?

  • Klar und verständlich kommunizieren
  • Konsequente Umsetzung
  • Positives Verhalten belohnen
  • Dialog suchen

 Mein Körper gehört mir!

Wenn Eltern ein Umfeld schaffen, in dem Körper, Autonomie und persönliche Grenzen respektiert werden, vermitteln sie ihren Kindern wichtige Werte für ein gesundes und sicheres Leben.

Das Recht „Nein“ zu sagen hilf den Kindern, ihre eigene Sicherheit und ihr Wohlbefinden zu wahren, und stärkt gleichzeitig ihr Selbstbewusstsein und ihre Fähigkeit, für sich selbst einzutreten.

So lernen Kinder, Nein zu sagen

Kinder können lernen, dass „Nein“ eine sehr kraftvolle Aussage ist. Es ist ein Recht, das sie immer haben, um sich gegen etwas zu wehren, was sie unangenehm finden – sei es eine Berührung, ein Verhalten oder eine Situation.

Verhalten modellieren: Kinder lernen durch Nachahmung. Wenn du als Elternteil selbst klare Grenzen setzt und deine eigenen Bedürfnisse respektierst, kannst du deinem Kind ein gutes Beispiel geben.

Sich Zeit nehmen, zuzuhören: Wenn dein Kind Ängste oder Bedenken äußert, nimm dir Zeit und höre zu. Es kann anfangs schwierig sein, den Raum für solche Unterhaltungen zu schaffen, es wird aber mit der Zeit einfacher für dich sowie für dein Kind.

Dialog über Körperrechte: Eine offene Kommunikation ist der Schlüssel. Du solltest deinem Kind regelmäßig vermitteln, dass es immer das Recht hat, „Nein“ zu sagen. 

Früh erkennen, früh handeln

Nicht jedes Anzeichen bedeutet einen Missbrauch – aber wenn mehrere Veränderungen auftreten,  sollten sie ernst genommen werden. Versuche mit deinem Kind zu sprechen, um die Ursachen klarzustellen. 

Du solltest dein Kind stärken, indem du über Gefühle, Grenzen und gute sowie schlechte Berührungen sprichst – offen, ehrlich und altersgerecht.

So wird Prävention zur täglichen Begleitung im Alltag, ohne Angst zu machen – sondern mit Mut, Klarheit und Liebe.

Warnzeichen für mögliche Übergriffe

Früh erkennen, früh handeln

Wenn mehrere Veränderungen auftreten,  sollten sie ernst genommen werden.

Warnzeichen

Was kann auf einen möglichen Übergriff hindeuten?

Verhaltensänderungen

  • Rückzug, Ängstlichkeit, plötzliche Schüchternheit
  • Aggression, Wutausbrüche
  • Schlafprobleme, Albträume, Bettnässen (plötzlich wieder)
  • Schulverweigerung oder Konzentrationsprobleme 
  • Körperliche Nähe plötzlich meiden oder übermäßig suchen

Sexualisiertes Verhalten

  • Übermäßiges Interesse an Sexualität (plötzliches)
  • Nachspielen sexueller Handlungen mit Spielzeug oder anderen Kindern 
  • Begriffe oder Gesten, die das Kind eigentlich nicht kennen sollte

 

Körperliche Anzeichen

  • Unerklärliche Schmerzen im Genitalbereich
  • Blutungen, Infektionen, plötzliche Hygiene-Angst
  • Häufiges „Bauchweh“ ohne organische Ursache
  • Ein sehr strenger Körpergeruch

Online-Grenzen schützen – Übergriffe im digitalen Raum erkennen

Kinder und Jugendliche bewegen sich heute selbstverständlich im Internet – sie chatten, spielen und vernetzen sich. Doch gerade dort können auch Grenzen verletzt werden. Täter*innen nutzen soziale Netzwerke, Spiele oder Messenger-Dienste, um Kontakt zu Kindern aufzunehmen. Dieses Vorgehen nennt man Cyber-Grooming: Erwachsene geben sich als Freund aus, machen Komplimente oder bauen Vertrauen auf – mit dem Ziel, Kinder zu sexuellen Handlungen zu überreden oder intime Bilder zu bekommen.

Auch unter Gleichaltrigen kommt es zu digitalen Grenzverletzungen, etwa durch das Teilen unangemessener Inhalte, sexuelle Belästigung in Chats oder heimliche Aufnahmen.

Viele Kinder schämen sich oder wissen nicht, dass sie Opfer wurden. Achte auf Warnsignale wie Rückzug, heimliches Verhalten am Handy oder plötzliche Stimmungsschwankungen. Und Versuche, offene Gespräche, klare Regeln und frühe Aufklärung einzuführen.  Das bietet Schutz vor Übergriffen im Netz.

Wie spreche ich mit meinem Kind über schwierige Themen?

Schwierige Themen wie Gewalt, Missbrauch oder persönliche Grenzen anzusprechen, ist für viele Eltern eine Herausforderung.

Wichtig ist: Bleibe ruhig, ehrlich und kindgerecht. Schaffe eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der dein Kind weiß, dass es alles sagen darf – ohne Angst vor Strafe oder Scham.

Höre aktiv zu, stelle offene Fragen und respektiere, wenn dein Kind nicht sofort alles erzählen möchte.

Regelmäßige Gespräche über Gefühle, Erlebnisse und Körperwissen stärken das Selbstvertrauen und sorgen dafür, dass sich dein Kind im Ernstfall an dich wendet.

So wird Prävention zur täglichen Begleitung im Alltag, ohne Angst zu machen – sondern mit Mut, Klarheit und Liebe.

Wie spreche ich mit meinem Kind?

Sei die Vertrauensperson deines Kindes

Schaffe einen offenen, liebevollen Raum für die Gespräche so dass sich Dein Kind im Ernstfall an Dich wendet.

Prävention durch Aufklärung

„Niemand darf dich an Stellen berühren, wo du es nicht willst.“

Wie spreche ich mit meinem Kind über schwierige Themen?

Schaffe eine vertrauensvolle Atmosphäre. Mach klar: „Du kannst mir alles sagen.“

Vermeide Schuldzuweisungen. Kinder schämen sich oft oder fühlen sich selbst schuldig.

Stelle offene Fragen. Zum Beispiel:

  • „Du wirkst in letzter Zeit traurig – magst du mir erzählen, was los ist?“
  • „Hat jemand etwas mit dir gemacht, das du nicht wolltest?“

Nicht drängen oder verhören. Gib deinem Kind Zeit.

Vorbeugen durch Aufklärung

Körperwissen altersgerecht vermitteln: „Niemand darf dich an Stellen berühren, wo du es nicht willst.“

Unterschied zwischen guten und schlechten Berührungen erklären.

Gute und schlechte Geheimnisse unterscheiden lernen.

Mein Kind darf „Nein“ sagen – auch zu Erwachsenen.

Stabile Vertrauensperson sein

Ermögliche tägliche Gespräche über Erlebnisse .

Nimm die Gefühle ernst, auch wenn sie „klein“ erscheinen.

Ein offenes, liebevolles Umfeld schafft Vertrauen und Schutz.

Was du wissen solltest – Formen von Gewalt und Übergriffen verstehen

Gewalt gegen Kinder kann viele Gesichter haben – und nicht immer ist sie auf den ersten Blick erkennbar. Um Kinder wirksam zu schützen, ist es wichtig, dass du die verschiedenen Formen von Gewalt kennst und einordnen kannst.

  • Zu den häufigsten Formen gehört körperliche Gewalt, also alles, was einem Kind körperlich weh tut – zum Beispiel Schlagen, Treten, Schütteln oder das Zufügen von Schmerzen. Auch sogenannte „leichte Züchtigungen“ sind gesetzlich verboten und für Kinder seelisch belastend.
  • Psychische oder seelische Gewalt wirkt oft im Verborgenen. Dazu zählen Beschimpfungen, Demütigungen, Einschüchterungen oder ständiger Liebesentzug. Kinder, die regelmäßig abgewertet oder ignoriert werden, verlieren ihr Selbstwertgefühl und Vertrauen in sich selbst.
  • Besonders sensibel ist das Thema sexuelle Gewalt. Sie beginnt nicht erst beim Missbrauch im engeren Sinne. Auch unangemessene Berührungen, das Zeigen pornografischer Inhalte oder das Erzwingen von Fotos zählen dazu. Meist geschieht sexuelle Gewalt durch Personen, denen das Kind vertraut – aus dem familiären oder sozialen Umfeld.
  • In unserer vernetzten Welt kommt auch digitale Gewalt hinzu. Kinder und Jugendliche können im Internet gezielt angesprochen und manipuliert werden – sogenanntes Cyber-Grooming. Auch sexuelle Belästigung per Chat, die Verbreitung intimer Bilder oder Druck über soziale Netzwerke sind gefährliche Übergriffsformen.
  • Schließlich dürfen wir auch Vernachlässigung nicht übersehen: Wenn ein Kind dauerhaft nicht ausreichend versorgt wird – sei es mit Nahrung, Kleidung, medizinischer Hilfe oder Zuwendung –, spricht man von emotionaler oder körperlicher Vernachlässigung. Diese Form der Gewalt ist besonders schwer zu erkennen, hat aber oft gravierende Folgen.

Du musst keinE Expert:in sein – aber achtsam.

Ein liebevoller, offener Umgang und das Wissen um diese Gefahren sind der beste Schutz für Kinder.

Im Verdachtsfall

Achte auf deine Ressourcen

Wenn du den Verdacht hast, dass dein Kind sexuell belästigt oder missbraucht wurde, brauchst du Zeit und Kraft um deinem Kind helfen zu können.

Ruhig bleiben – und handeln!

Höre deinem Kind aufmerksam zu.

Glaube deinem Kind – Kinder lügen in diesem Zusammenhang fast nie.

Versuche zu dokumentieren.

Notieren, was dein Kind gesagt hat (Datum, Wortlaut, Verhalten).

Sichere ggf. Beweise (z. B. Kleidung, Screenshots, Chatverläufe).

Suche professionelle Hilfe

Beratungsstellen (z. B. Kinderschutzbund, Jugendamt)

Vertrauenslehrer*innen, Schulsozialarbeit

Polizei (bei akuter Gefahr)

Wichtige Anlaufstellen

Nummer gegen Kummer
(Elterntelefon): 0800 111 0 550

Hilfetelefon Sexueller Missbrauch:
0800 22 55 530

Kinderschutzbund: www.dksb.de

Wildwasser e. V. / Zartbitter: Hilfen bei sexuellem Missbrauch

Jugendamt deiner Stadt oder Gemeinde

Quiz

Die Referentin

Leila Becker

Hallo, ich bin Leila Becker, 30 Jahre alt, und arbeite seit fast einem Jahr mit viel Freude bei Global New Generation e. V. als Pädagogin, Gesangslehrerin und Gruppenleiterin in verschiedenen Projekten.

Besonders am Herzen liegt mir das wichtige Präventionsprojekt „Mein Körper gehört mir“.

Ich arbeite gerne kreativ und mit Einfühlungsvermögen, um Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu stärken.

Ich möchte meine Erfahrungen gerne weitergeben und Kinder, Jugendlichen und Eltern  auf ihrem Lernweg unterstützen.  

Unterstützung

Quellangaben

  1. Kinderschutz-Zentrum Berlin – Präventionsmaterial „Mein Körper gehört mir“
    → https://kinderschutz-zentren.org/
    → Betont das Recht von Kindern, bei Grenzverletzungen Hilfe zu holen und gute Vertrauenspersonen zu kennen.
  2. Deutscher Kinderschutzbund (DKSB) – Informationen zu Kinderrechten und Schutz vor Gewalt
    → https://www.dksb.de/
    → Unterstützt Kinder darin, Nein zu sagen und mit Vertrauenspersonen zu sprechen.
  3. Petze Institut für Gewaltprävention – Pädagogisches Material für Kinder (z. B. „Echt stark!“)
    → https://www.petze-institut.de/
    → Vermittelt kindgerecht, wie Kinder zwischen guten und schlechten Geheimnissen unterscheiden können.
  4. UN-Kinderrechtskonvention (Artikel 12, 19)
    → Kinder haben das Recht, sich mitzuteilen und vor Gewalt geschützt zu werden.
    → Quelle: https://www.kinderrechtskonvention.info/
  1. Internet-ABC für Kinder – Infos, Spiele und Regeln zum sicheren Surfen
    → https://www.internet-abc.de/kinder/
  2. Klicksafe für Kinder – Tipps zu Handy, Chat, Spielen und Datenschutz
    → https://www.klicksafe.de/
  3. Seitenstark – Netzwerk für gute Kinderseiten
    → https://seitenstark.de/
  4. UN-Kinderrechtskonvention (Artikel 17) – Kinder haben ein Recht auf sichere und kindgerechte Informationen
    → https://www.kinderrechtskonvention.info/

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