Deutsche Kolonialherrschaft in Namibia

INHALT

DEUTSCHE MISSIONARE

Am  23. September 1828 wurde in Elberfeld (die Stadt gehört heute zu Wuppertal) die Rheinische Missionsgesellschaft gegründet.

Die Missionare, die ihr angehörten, spielten für die spätere Kolonialgeschichte Deutschlands eine wichtige Rolle. 

Bereits in den 1830er Jahren waren erste Missionare in der Region des heutigen Namibia aktiv. Ihr Auftrag war es, die Menschen in Namibia, die seit Tausenden von Jahren ihre eigenen religiösen Praktiken hatten, zum Christentum zu konvertieren. Das bedeutet, dass die Menschen ihre eigenen Religionen vergessen sollten und stattdessen den christlichen Glauben annahmen. 

Dies geschah nicht immer freiwillig, viele Menschen wurden gezwungen, die Religion der weißen Missionare anzunehmen und dabei Teile ihrer eigenen Identität aufzugeben. 

Missionare, sind Menschen, die eine Mission haben – nämlich den Auftrag, für eine Religion zu werben. 

Das Wort Missionar kommt aus dem Latein und bedeutet Gesandter. Das bedeutet, dass ein Mensch im Auftrag einer Gemeinde oder von sich aus an verschiedene Orte reist, um die Menschen dort von seinem Glauben zu begeistern. 

 

DEUTSCH-SÜDWESTAFRIKA 1884 - 1919

Im Jahr 1983 kaufte Adolf Lüderitz, ein Tabakhändler aus Bremen, die Bucht, die heute nach ihm benannt ist, sowie weiteres Land von den Nama. 

Lüderitz hatte Hoffnung, dass er in diesem Gebiet Gold und Diamanten finden würde. 

Am 24. April 1884 erklärte der damalige Kanzler des Deutschen Reiches, Otto von Bismarck, dass „Lüderitzland“ fortan unter dem Schutz des Deutschen Reiches stehen würde. 

Es handelte sich um eine Region, die etwa eineinhalb Mal so groß war, wie das Deutsche Reich. 

Hier lebten etwa 200.000 Menschen – Herero, Owambo, Damara und Nama (von den Deutschen Siedlern  Hottentotten genannt). Sie lebten überwiegend von der Viehzucht und zogen mit ihren großen Rinderherden von Weidefläche zu Weidefläche. 

Am Anfang lebten nur wenige deutsche Siedler und Siedlerinnen in der damals als „Neu-Deutschland“ bezeichneten Kolonie.  Sie erhielten Ländereien, die man den Herero und Nama „abgekauft“ hatte.

Da die Herero und Nama Land aber gar nicht als Besitz betrachteten, waren diese „Käufe“ nicht gerecht. In ihrem Augen konnte Land nicht gekauft werden.

Die Deutschen zwangen die Herero, beim Bau von Eisenbahnstrecken mitzuarbeiten. Außerdem drängten die deutschen Siedler sie immer mehr von ihren Weideflächen zurück. Durch eine Rinderpest verloren die Herero 1897 etwa 75% ihrer Herden. Eine Heuschreckenplage vernichtete wenige Jahre später große Teile der Ernten.

Um zu überleben, sahen sich viele Herero gezwungen, unter extrem harten Bedingungen für die deutschen Siedler zu arbeiten. 

im Jahr 1904 schafften sie es, einen Aufstand, also einen Protest, zu organisieren. 

Im Sommer 1904 schickte die Regierung des Deutschen Reiches den Generalleutnant Lothar von Trotha als neuen Oberbefehlshaber nach Deutsch-Südwest Afrika. 

Bald darauf veröffentlicht von Trotha den folgenden Aufruf: „Ich, der große General der deutschen Soldaten, sende diesen Brief an das Volk der Herero. Die Hereros sind nicht mehr deutsche Untertanen. Innerhalb der Deutschen Grenze wird jeder Herero mit oder ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen.“

Die Folge ist  ein Völkermord. In nur 4 Jahren, bis 1908 werden 80.000 Herero und Nama brutal ermordet. Auf der deutschen Seite sterben etwa 1400 Siedler. 

Ab 1908 wurden größere Diamantenvorkommen entdeckt. Bis 1914 förderten die deutschen Siedler  Diamanten im Wert von 150 Millionen Reichsmark. Mit der namibischen Bevölkerung wurden diese Reichtümer nicht geteilt. 

Als im Europa 1914 der erste Weltkrieg beginnt, besetzen Truppen der mit England alliierten Südafrikanischen Union die Lüderitzbucht. Das deutsche Militär kapituliert schließlich 1915. 

Mit dem sogenannten dem Versailler Friedensvertrag vom 28. Juni 1919 endet die Geschichte der Kolonie Deutsch-Südwestafrika. 

Jomo Kenyatta,  erster Präsident Kenias

„Als die ersten Missionare nach Afrika kamen, besaßen SIE die BIBEL und WIR das LAND. Sie forderten uns auf zu beten. Und wir schlossen die Augen. Als wir sie wieder öffneten, war die Lage genau umgekehrt: WIR hatten die BIBEL und SIE das LAND.“  -Jomo Kenyatta

UNSERE REFERENTIN

Ich bin Edna Awaras, eine Damara aus Namibia. Ich bin in Namibia geboren und aufgewachsen. Meine Hochschulausbildung habe ich durch das Cambridge System abgeschlossen. 2002-2004 ging ich für einen Arbeitsaufenthalt nach England. Ich erhielt ein Diplom in ganzheitlicher Massagetherapie vom City of Bristol College-Uk.

Sieben Jahre lang leitete ich eine erfolgreiche Filmfirma in Namibia, die sich auf Dokumentarfilme spezialisiert hat. Im August 2013 zog ich nach Österreich und lebe seitdem hier. Der Großteil meiner Arbeit findet in Namibia statt, um die Filmcrews zu unterstützen, als Moderatorin, Aufnahme- und Produktionsleitung.

Über unsere Kinder, die auf dieselbe Schule gehen, habe ich meine Freundin Banza kennengelernt. 

Als Banza mir Global New Generation (GNG) vorstellte, war ich sehr fasziniert von der Website und davon, wie multinational sie ist. Ich traf Sonja, die Gründerin von GNG, auf Banzas Geburtstag und begann später, bei GNG mitzuarbeiten. 

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