SDG 14 Leben unter Wasser schützen!

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Willkommen bei Cross Culture Podcast der Global New Generation Berlin

Wie ihr vielleicht schon wusstet, befassen wir uns mal wieder mit den Sustainable Development Goals, auch SDGs genannt.

Willst du mehr über die SDG´s erfahren, dann klicke hier

SDG 14:   Das Leben unter Wasser

Das Ziel: Ozeane, Meere und das vielfältige Leben darin bewahren.

  • Mindestens 10 Prozent der Meere sollen als Meeresschutzgebiete ausgewiesen und besser verwaltet  werden.
  • Subventionen, die zu Überkapazitäten, Überfischung und illegaler, unregulierter und unangemeldeter Fischerei beitragen, sollen abgeschafft werden.
  • Insbesondere kleine Inselstaaten und am wenigsten entwickelte Länder sollen vermehrt wirtschaftliche Vorteile aus der nachhaltigen Nutzung von Meeren und Küsten ziehen können.
  • Wissenschaftliche Kenntnisse sollen vertieft und Forschungskapazitäten ausgebaut werden, der Technologietransfer soll sichergestellt werden.
  • Die Meeresverschmutzung und Vermüllung durch Plastik soll deutlich verringert werden.
  • Gesunde und biodiversitätsreiche Meeres- und Küstenökosysteme sollen nachhaltig verwaltet, geschützt und wiederhergestellt werden.
  • Die Versauerung der Ozeane soll so weit wie möglich reduziert werden.
  • Fischbestände sollen nachhaltig bewirtschaftet und Überfischung, illegale, unregulierte und unangemeldete Fischerei und zerstörerische Praktiken der Fischerei beendet werden.

Cross Culture Podcast zum Leben unter Wasser
Im Rahmen des Cross Culture (Jugend) Podcast zum Leben unter Wasser, haben die Jugendlichen zwei Interviews für Euch vorbereitet: mit dem Juristen Prof. Dr. Proelß, Jurist zum internationalen Seerecht und Umweltrecht und dem Greenpeace-Meeresexperten Till Seidensticker

Das größte Ökosystem der Erde

Das Meer umfasst rund 54% der Erdoberfläche unseres Planeten und bildet mit der Wassersäule und den vielen verschiedenen Lebensräumen am Meeresboden das größte Ökosystem der Erde.

Rund 54% der Erde deckt das Meer
Das größte Ökosystem der Welt
Zu viel Plastik in den Ozeanen
Plastik im Körper der Meerestiere als Bedrohung für Mensch und Tier
Zu viel Fischfang
Besonders aus nicht nachhaltigen Kulturen

Das Zerstören der Ozeane muss aufhören!

Die Folgen der Überfischung und die Verschmutzung der Meere sind besorgniserregend. Die vielen Fälle von Meerestieren mit Plastik im Körper stellen auch für die menschliche Gesundheit eine Bedrohung dar, da Plastikartikel über unsere Nahrung in unseren Organismus gelangen können. Wissenschaftler warnen sogar, dass die Chemikalien in den Kunststoffen gravierende Gesundheitsschäden verursachen können:

von Allergien und Fettleibigkeit bis hin zu Unfruchtbarkeit, Krebs und Herzerkrankungen

Plastik ist leider nur ein Bruchteil von dem, was den Gewässern schadet. Dazu kommen dann auch noch andere schädliche Substanzen wie die vielen Düngemittel, die ins Meer laufen, Chemie und Radioaktivität durch industrielle Abwässer, radioaktive Abfälle und Munition und auch die Verschmutzung durch Öl. Lärm, Schall und Licht, was auch durch den Menschen verursacht wird, hat ebenfalls negative Folgen auf die Meeresbewohner.

730 Tonnen Abfall landen jeden Tag im Mittelmeer, wobei Einwegkunststoffartikel die größte einzelne Abfallgruppe an Küsten und Stränden darstellen:

 

Plastikbesteck, Getränkeflaschen, Zigarettenstummel oder Wattestäbchen machen fast die Hälfte aller Meeresabfälle aus. Auch die Abfälle, welche im Fastfoodhandel entstehen, belasten die Meere, zeigen die Studien. Der Großteil des Plastikmülls sind To-Go-Verpackungen. Fischerei– und Aquakulturabfälle machen 27% des Meeresabfalles aus.

Was ist Aquakultur?

Der Begriff der Aquakultur bezeichnet die Zucht von Fisch und Meeresfrüchten. Aquakulturunternehmen züchten und ernten Pflanzen und Tiere im Süß- oder Meerwasser. Schon heute stammt mehr als die Hälfte der Fischprodukte, die weltweit verzehrt werden, aus Aquakultur. Es zählt zur weltweit am schnellsten wachsenden Lebensmittelproduktion und wird voraussichtlich auch zukünftig eine entscheidene Rolle für die Ernährung des Planeten spielen.

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, weshalb wir die Aquakultur brauchen

  • Zur Produktion von Lebensmitteln für den menschlichen Verzehr 
  • Um die Bestände bedrohter und gefährdeter Tierarten aufzustocken 
  • Für den Wiederbesatz von Süß- und Meerwasser-Arten 
  • Für die Nachzucht für Zoos und Aquarien 

Einige Aquakulturen sind leider nicht nachhaltig und verursachen große Umweltschäden. Chemikalien, Nahrungsreste, Fischkot und Antibiotika aus den offenen Netzen beziehungsweise aus den Käfigen gelangen in die Flüsse und Meere. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Fisch in der Aquakultur zu züchten. Nicht alle Methoden haben schädliche Auswirkungen und sind ökologisch bedenklich: Es gibt auch umweltfreundliche Fischzucht.

Was ist Überfischung?

Überfischung bedeutet, dass zu viele Fische aus dem Wasser gefangen werden, mehr, als sich in einem normalen Tempo vermehren können. Das passiert oft, wenn zu viele Boote Fische fangen, ohne darauf zu achten, dass genügend Fische übrig bleiben, um nachwachsen zu können.

Das ist ein Problem, wenn wir zu viele Fische fangen, können sie sich nicht schnell genug vermehren. Durch die Überfischung ist die Artenvielfalt in den Ozeanen und Meere bedroht. Das beeinflusst nicht nur die Fische selbst, sondern auch die Menschen, die vom Fischfang leben. Um das zu verhindern, ist es wichtig, kluge Regeln für den Fischfang zu haben, damit genug Fische im Wasser bleiben können, um sich zu vermehren. Das nennen wir nachhaltigen Fischfang.

Was sind Geisternetze?

Geisternetze sind Netze, die unbeabsichtigt oder absichtlich beim Fischfang zurückgelassen werden und anschließend im Meer treiben oder an Felsen, Riffen oder dem Meeresboden hängen bleiben.  Da sie aus Plastik sind, zersetzen sie sich kaum und bleiben über Jahrhunderte hinweg als tödliche Fallen für Millionen von Meeresbewohnern im Ozean erhalten.

Die Meere und Ozeane sind für das Leben auf der Erde essenziell, da sie einen enormen Einfluss auf das Wetter und das Klima haben. Sie nehmen nicht nur Sonnenenergie auf, sondern auch Kohlenstoffdioxid und regulieren somit die Temperaturen auf der Erde. Somit puffern sie einen großen Teil des Klimawandels ab. Laut der Helmholtz-Klima-Initiative speichern die Meere ca. 25% der jährlich durch Menschen ausgestoßen CO2-Emissionen und dämpfen dadurch den Treibhauseffekt. Täglich stoßen wir massenweise Treibhausgase in die Atmosphäre aus. Je höher die Konzentration dieser Treibhausgase in der Atmosphäre, umso stärker erhitzt sich unser Planet. Dies beschleunigt den Klimawandel und führt zur Versauerung der großen Gewässer. Das bedeutet, dass der PH-Wert des Wassers sich verändert und somit Lebewesen und Pflanzen beeinträchtigen und zur Zerstörung unserer Lebensgrundlagen führen.

Menschliches Wohlbefinden, nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliches Wachstum hängen von einem gesunden Ozean ab. Wir Menschen sind dafür zuständig, die Ozeane, Meere und das vielfältige Leben darin zu bewahren. 

Also was können wir denn eigentlich tun?

Wenig Kunststoff
Stoffbeutel, Rucksack, Korb oder lose Prosukte anstatt Plastiktüten, Mehrweg anstatt Einweg
Biologisch abbaubar
Produkte ohne Mikropartikel kaufen
Siegel und Zertifikate
Auf Nachhaltigkeit durch Siegel und Zertifikate achten
Klimaschutz
Das Fahrrad oder die Öffentlichen an Stelle von dem Auto, sich warm anziehen anstatt die Heizung aufdrehen und Urlaub mal ohne Flugzeug planen
Weiters aktiv werden
Wenig Müll produzieren und diesen trennen, an Säuberungsaktionen aktiv teilnehmen
Bewusstsein schaffen
Menschen über den Umweltschutz informieren

1. So wenig Kunststoff wie möglich

Versuche so wenig Kunststoffprodukte wie möglich zu kaufen. Viele Plastikgegenstände landen leider im Meer, sogar bei uns in Europa, und richten dort Schaden an. Gegenstände, die wir im Alltag benutzen, müssen nicht immer aus Plastik sein, natürliche Materialien halten länger und schaden der Umwelt weniger! Wenn wir shoppen gehen, können wir nach cleveren Alternativen suchen, um die Umweltbelastung zu umgehen. Beispielsweise können statt Plastiktüten einen Stoffbeutel, einen Rucksack oder einen Korb benutzen. Es ist zwar schwierig, beim Einkauf Plastikverpackungen zu vermeiden. Jedoch können wir zum Beispiel die Getränke für die nächsten Parties in Mehrweg- statt Einwegflaschen kaufen. Wir könnten Produkte nutzen die es in Glas oder Papierverpackungen gibt. Für den Lebensmitteleinkauf können Obst und Gemüse lose gekauft werden (oder in einer „Ökokiste“ geliefert werden), statt diese in Plastiktüten einzupacken.

2. Biologisch abbaubare Produkte konsumieren

Wir können uns erkundigen, in welchen Produkten Mikropartikel enthalten sind, beispielsweise beim Kauf von Kosmetikprodukten wie Shampoo und Seife. Es gibt oft biologisch abbaubare Alternativen.

3. Fahrrad, Pulli und Co.

Wir können auch die Klimaerwärmung verhindern. Um das Klima zu schützen, können wir seltener mit dem Auto fahren und öfter das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel nehmen. Oder im Winter auch mal einen dicken Pulli anziehen, statt die Heizung weiter aufzudrehen. Und seltener mit dem Flugzeug Urlaub machen.

4. Auf Siegel und Zertifikate achten

Am besten auch etwas seltener Fisch konsumieren. Und wenn wir Fisch essen, darauf achten, dass bei uns nur Fischarten auf den Teller kommen, die aus nachhaltiger Fischerei kommen und die nicht bedroht sind. Beim Einkauf von Produkten, insbesondere solchen aus dem Meer, ist es wichtig, auf die Siegel und Zertifikate zu achten, die auf den Verpackungen gedruckt sind, um den Schutz der Meere zu fördern und zu unterstützen.

Beispielhafte Siegel und Zertifikate:

Fisch- und Meeresfrüchte Produkte mit MSC-Siegel werden über die gesamte Lieferkette kontrolliert: von der Fischerei, bei der Verarbeitung bis hin zum Supermarkt oder Restaurant. Und damit ist sicher, dass die Produkte nachhaltig sind. Wenn man recherchiert und sich erkundigt, findet man auch andere Siegel, die sicherstellen, dass das Produkt biologisch abbaubar und/oder nachhaltig ist.

Das EU-Bio-Siegel wird auf biologisch erzeugten Lebensmitteln angebracht, einschließlich bestimmter Meeresprodukte. Diese Produkte werden unter strengen Umweltauflagen und ohne schädliche Chemikalien hergestellt.

Es gibt auch Bio-Siegel wie z.B. „Naturland“ und „Bioland“.

Dieses Siegel wird auf Thunfisch Produkten angebracht und garantiert, dass der Thunfisch auf Delfin freundliche Weise gefangen wurde, ohne dass Delphine in den Fangnetzen verletzt oder getötet werden.

Ähnlich wie beim MSC-Siegel, jedoch konzentriert man sich auf die nachhaltige Aquakultur. Produkte mit dem ASC-Siegel stammen aus Fischfarmen, die Umweltstandards erfüllen und nachhaltige Methoden benutzen.

Dieses Umweltzeichen beinhaltet unterschiedliche Produktkategorien, darunter auch Reinigungsmittel und Papierprodukte, die umweltfreundlich sind und damit auch den Schutz der Meere unterstützen.

5. Weiters aktiv werden

Wenn wir unterwegs sind, können wir verschließbare Kaffeebecher verwenden, Speisen vor Ort genießen oder mitgebrachte Brote in einer Dose von zu Hause mitnehmen.Und wenn wir doch Müll haben, soll dieser ordnungsgemäß entsorgt werden. Man kann sich auch an freiwilligen Säuberungsaktionen an Küsten, Stränden und Flussufern beteiligen.

6. Bewusstsein schaffen

Zudem ist es immer wichtig, mehr Menschen über Themen wie den Umweltschutz zu informieren. Dies kann beispielsweise in Form eines Artikels in der Schülerzeitung sein oder in dem man einen Vortrag über das Thema hält oder ein Projekt zum Thema startet. Der Austausch mit unseren Freunden und Familien schafft ebenfalls mehr Bewusstsein für wichtige Themen. Es gibt auch Organisationen, die sich um die Bewahrung der Meere einsetzen, die man unterstützen kann.

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UND JETZT SEID IHR AN DER REIHE:

Die Referentin

Naeemah Siemsen

  • Ich heiße Naeemah Siemsen und eine Sängerin aus Berlin.
    Ich bin seit vielen Jahren beim Verein Global New Generation als Trainerin  tätig.
    Die Themen die wir  bearbeiten sind mir sehr wichtig.
    Ich finde einen Perspektivenwechsel ist sehr bedeutsam, um die Wahrheit unserer Weltgeschichte sichtbar zu machen, besonders bei Kindern und Jugendlichen um Veränderungen gut zu leben.

Förderung

Wir danken für die freundliche Unterstützung.
Für die Inhalte der Publikationen ist allein die bezuschusste Institution verantwortlich.

Quellangaben

https://www.bmz.de/de/agenda-2030/sdg-14

https://www.nationalgeographic.de/umwelt/was-unsere-meere-bedroht

https://www.bmz.de/de/agenda-2030/sdg-14

https://nachhaltig-sein.info/lebensweise/plastik-kunststoff-folgen-mensch-tiere-umwelt-gesundheit#:~:text=Wissenschaftler%20warnen%2C%20dass%20die%20Chemikalien,zu%20Unfruchtbarkeit%2C%20Krebs%20und%20Herzerkrankungen.

https://www.cen.uni-hamburg.de/about-cen/news/1-news-2018/2018-05-09-nordsee.html

https://www.wissenschaftsjahr.de/2016-17/aktuelles/wissenswertes/wussten-sie-schon-dass-der-ozean-der-groesste-waermespeicher-der-erde-ist.html#:~:text=Ozeane%20wirken%20aber%20auch%20als,vergangenen%2018%20Jahren%20verdoppelt%20hat.

https://www.bund.net/meere/meer-klima#:~:text=Gigantische%20Meeresstr%C3%B6mungen%20verteilen%20die%20zus%C3%A4tzlich,CO2)%20aus%20der%20Atmosph%C3%A4re

https://www.ardalpha.de/wissen/umwelt/klima/klimawandel/treibhausgase-gase-kohlendioxid-methan-klimawandel-100.html#:~:text=T%C3%A4glich%20pusten%20wir%20massenweise%20Treibhausgase,was%20sie%20so%20gef%C3%A4hrlich%20macht.&text=Sie%20kommen%20als%20Spurengase%20in,in%20unserer%20Erdatmosph%C3%A4re%20vor%3A%20Treibhausgase.

https://www.wwf.ch/de/unsere-ziele/treibhauseffekt-wie-treibhausgase-unser-klima-veraendern#:~:text=Im%20Grundsatz%20gilt%3A%20Je%20h%C3%B6her,trotz%20der%20aktuell%20beschlossenen%20Klimaschutzmassnahmen.

https://www.msc.org/de/ueber-uns/der-msc

https://www.katja-brandis.de/2015/03/09/10-dinge-die-du-fuer-das-meer-tun-kannst/

https://www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/society/20181005STO15110/plastik-im-meer-fakten-auswirkungen-und-neue-eu-regelungen

https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/fischerei/nachhaltige-fischerei/aquakulturen

https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/plastikmuell-im-meer-stammt-zum-grossteil-von-lebensmitteln-to-go-a-eb7953a5-fcdb-4f4c-adb7-c82dc8936ec0 

https://www.blauer-engel.de/de

https://www.msc.org/de?gad_source=1&gclid=EAIaIQobChMIhqmE6KqcgwMVPZ9oCR2fbgr7EAAYASAAEgKGdPD_BwE 

https://www.peta.de/themen/geisternetze/

https://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/fischerei/illegale-fischerei

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