Bau eine Pflanzenkläranlage

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Schmutzwasser

Das Abwasser aus der Küche, dem Badezimmer oder vom Wäschewaschen nennen wir Grauwasser. Es kann zweimal im Haushalt verwendet werden, z.B. um die Pflanzen zu gießen. Es ist einfacher zu reinigen als das Abwasser aus einem WC.
Denn das Abwasser aus dem WC enthält Fäkalien (Kacke) und Urin.
Wenn wir das Grauwasser trennen, können wir Wasser und Energie sparen. Leider trennen die Wasserwerke in Deutschland das Wasser nicht.
Abwasser aus dem WC, aus der Küche und dem Badezimmer, auch das Regenwasser, alles fließt zusammen in die Kanalisation.

So funktioniert eine Pflanzenkläranlage

Die Mehrkammergrube

Das Schmutzwasser aus einem Haushalt mit WC wird zuerst in eine Mehrkammergrube geleitet. Dort beginnt die erste Reinigung durch biologische Abbauprozesse.
Die Mehrkammergrube wird regelmäßig gereinigt,  der Schlamm aus der Mehrkammergrube muss in eine kommunale Kläranlage gefahren werden.

Das Pflanzenbeet

Das vorgeklärte Wasser wird in das Pflanzenbeet geleitet. Auch Grauwasser kann direkt in das Pflanzenbeet abgeleitet werden. Es muss nicht erst durch die Mehrkammergrube. 
Die Wurzeln der Pflanzen und Kleinstlebewesen  reinigen das Wasser.
Binsen und Schilf sind die wichtigsten Reinigungspflanzen.

Wie reinigt Schilf das Wasser?

Schilf hat ein dichtes Wurzelwerk in dem sich Schadstoffe verfangen. Die Pflanze gibt Sauerstoff ans Wasser ab. Das lieben  Bakterien, die Schadstoffe abbauen. Sie leben ebenfalls im Wurzelwerk.

Versickerung

Das gereinigte Wasser wird in einen Teich oder eine Sickergrube geleitet.
Dort versickert es im Boden. Es fließt durch Erde, Sand und Kies und wird dabei immer sauberer. Wenn es auf eine Schicht trifft, durch die es nicht mehr fließen kann, sammelt es sich in Hohlräumen.
Dieses Wasser nennen wir dann Grundwasser. 

Bau eine Pflanzenkläranlage

Ein Auswandererhof im Westerwald mit einem großen Problem. Der Hof ist nicht an das allgemeine Entsorgungsnetz angeschlossen. Die Abwässer aus Waschbecken und Toilette müssen aber gereinigt werden. Eine Pflanzenkläranlage sollte die Lösung sein.

Hier gibt es eine Anleitung, um ein Modell einer Pflanzenkläranlage selbst zuhause nach zu bauen.

Folgende Materialien benötigt ihr: Aquarium, Wasserhahn, evtl. Silikon, kleines Rohr, Korken, Nagel, Gartenschlauch, Strumpfhose, Klebeband, Natursteine, Quarz, Filtersand, Teicherde, Sumpfpflanzen.

Bauanleitung

1. Schneide in dein Aquarium ein Loch, etwa so groß, dass der Wasserhahn an das Loch befestigt werden kann.
2. Befestige den Wasserhahn an das Loch des Aquariums, wenn nötig, dann benutze Silikon, um es abzudichten.
3. Steche kleine Löcher mit einem Nagel in das kleine Rohr, sodass das Rohr mit Löchern übersät ist.
4. Verbinde das Ventil des Wasserhahns mit dem Gartenschlauch.
5. Stecke das andere, offene Ende des Gartenschlauchs in das kleine Rohr, sodass der Abstand zwischen Wasserhahn und dem Rohr nur noch ca. 2 cm beträgt.
6. Verdichte außerdem das andere offene Ende des kleinen Rohrs mit dem Korken.
7. Schneide ein Fußende der Strumpfhose ab.
8. Ziehe das abgeschnittene Stück der Strumpfhose über das kleine Rohr. Nun ist der Rohbau fertig und die Befüllung kann beginnen.
8. Fülle das Aquarium mit Natursteinen bis das Rohr bedeckt ist.
9. Schütte darauf eine ca. 5 cm dicke Schicht Quarz.
10. Lege das Gartenfließ über die Quarzschicht.
11. Füge eine ca. 5 cm dicke Schicht Filtersand hinzu. 12. Es folgt erneut eine Schicht Gartenfließ.
13. Fülle das Aquarium mit der Teicherde (ca. 8 cm) und pflanze die Sumpfpflanzen ein. Und fertig ist dein eigenes Modell einer kleine Pflanzenkläranlage.

Viel Spaß beim Nachbauen!

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Die Referentin

Christina Gierth
Hallo, ich bin Tina. Seit vielen Jahren begleite ich Global New Generation Berlin e.V., als Mutter aber auch als Referentin.
Viele Jahre wohnte ich mit meiner Familie in Berlin. Dann sind wir in ein kleines brandenburger Dorf mit nur 17 Häusern und 3 Storchennestern gezogen.
Ich habe Bibliothekswissenschaft und Zentralasienstudien studiert. Zur Zeit arbeite als Referentin für globales Lernen und nachhaltige Entwicklung u.a. für das Schulprogramm Bildung trifft Entwicklung Berlin- Brandenburg. Ich biete Workshops rund um die SDG´s, Nachhaltigkeit, Klimawandel und Kolonialismus für Kinder und Erwachsene an. Damit ich in meinen Workshop auch praktische Lösungen anbieten kann, studiere ich Permakultur. Mit anderen Menschen gründete ich in Wittenberge (NW-Brandenburg) 2021 einen Verein und zusammen betreiben einen Permakultur- Gemeinschaftsgarten, den wir als Garten und Bildungsort für alle öffnen.
Ich arbeite sehr gerne als Referentin, da ich Themen wie soziales Miteinander, Umweltschutz, Gemeinwohlökonomie und globale Gerechtigkeit miteinander verbinden und weitergeben kann.

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