Gerecht für alle!

Weniger Ungleichheit

Inhalt

Die Freunde

Jonathan

Ich heiße Jonathan und wohne mit meinen Eltern und meiner Oma in einem kleinen Dorf zwanzig Kilometer von der Stadt entfernt. Mama und ich finde es im Dorf langweilig, wir haben vorher in Mombasa am Meer gewohnt, da ist immer etwas los.

Als Oma krank geworden ist, sind wir nach Deutschland zu ihr gezogen.  Ich schlafe am Wochenende oft bei Ben, die Busse fahren dann nicht ins Dorf, so kann ich trotzdem meine Freunde sehen.

Ich spiele gerne Fußball und bin bei der Feuerwehr. 
Zu Weihnachten hab ich mir eine Gitarre gewünscht, ich liebe Gitarre spielen. Neulich haben Husna und ich bei mir zu Hause im Hof ein kleines Konzert gespielt, sie Trompete und ich auf der Gitarre. Helena und Ben waren auch da, das erste Mal! Das wollen wir wieder machen und alle Eltern einladen. 

Husnah
Ich heiße Husna. Wir treffen uns oft bei Ben oder Helena. Die haben ein schönes Zuhause. Irgendwann möchte ich mit meiner Familie auch in einer schönen Wohnung wohnen.
Wir leben in zwei kleinen Räumen in  einer Unterkunft, mit meinen Eltern und 3 Geschwistern. Es ist sehr eng und laut. Ich kann dort nicht so gut für die Schule lernen. Meine Freunde haben mich noch nicht besucht, das möchte ich nicht.
Ich mache mir gerade sehr große Sorgen, weil wir zurück nach Afghanistan geschickt werden sollen. Daran muss ich ständig denken und konzentriere mich nicht mehr in der Schule. Selbst beim Trompete spielen verspiele ich mich ständig.
Mama sagt es wird schon alles gut. Wenn wir traurig sind ist sie immer da und tröstet uns. Papa macht dann Witze, er ist sehr lustig. 
Helenah
Ich bin Helena und wohne mit meinen Eltern und meinem kleinen Bruder in einem Haus mit Garten.
Meine Mama arbeitet als Ärztin im Krankenhaus, Papa ist auch Arzt und hat eine Praxis.
Ich habe ein großes Zimmer, das teile ich mir mit meinen Meerschweinchen Tommy und Fritz.
Wir haben ein Au-Pair Mädchen aus Kanada. Sie übt mit mir Englisch. Wenn ich mich mit meinen Freunden treffen möchte, bringt sie mich mit dem Auto und holt mich auch immer ab.
Ich bin gerne bei Ben, der hat so nette Eltern. Die Mutter von Ben macht die besten Eierkuchen der Welt.
Ich möchte gerne zusammen mit Mama und Papa eine richtig lange Radtour machen. Vielleicht haben sie am Wochenende Zeit, aber ich glaube die müssen wieder arbeiten.
Ben
Hallo ich bin Ben. Meine besten Freunde sind Helena, Jonathan und Husna. Die habe ich in der Schule kennengelernt.
Ich bin froh endlich eine tolle Schule besuchen zu können. Meine Eltern und ich  sind extra dafür umgezogen. Nun wohnen wir in einer Wohnung ganz unten mit Garten.
Ich sitze seit meiner Geburt im Rollstuhl, weil meine Wirbelsäule kaputt ist. Manchmal ist es anstrengend, wenn z.B. jemand auf dem Gehweg parkt und ich mit dem Rollstuhl nicht daran vorbei komme.
Meistens bin ich mit meinen Freunden unterwegs, die helfen mir dann. Ich wünschte die Stadt wäre etwas barrierefreier, damit ich auch alleine unterwegs sein kann.
Ich spiele gerne Schach und bin in einem Schachverein. Ich gehe auch gerne ins Kino mit meinen Freunden. 
 

Was ist Ungleichheit

Die Lehrerin erklärt:

Wir Menschen auf der Erde sind alle sehr unterschiedlich, also nicht gleich. Es gibt alte und junge Menschen, unterschiedliche Geschlechter, einige haben gesundheitliche Einschränkungen und und und. Damit wir gut zusammenleben brauchen alle die gleichen Chancen und Rechte, ansonsten haben wir Ungleichheit. 

Lehrerin zeigt

Ein Experiment zur Ungleichheit

Kleiderbügelwaage:
Mit dieser einfachen Waage kannst du herausfinden, ob Dinge gleich schwer sind.
Dazu brauchst Du:
einen Kleiderbügel, 2 Beutel, Dinge zum Abwiegen

Ordne die Weihnachtsgeschenke

Die Kinder in der Schule vergleichen ihre Weihnachtsgeschenke. Kannst Du die Geschenke zuordnen?

Mama Moora kommt in die Schule

Die Mama von Jonathan kommt in die Schule der Kinder. Sie hat einen Koffer voller Spiele mitgebracht: 

Modernes Afrika

So wie auch die Lehrerin glauben viele Menschen in Deutschland,
dass die Menschen in Afrika immer noch in Lehmhütten leben und sehr arm sind.
Das stimmt so nicht. 

Diversität und Sprachen

Der afrikanische Kontinent ist reich an Sprachen und Kulturen.
Es gibt über 2000 unterschiedliche Sprachen, die in 59 Ländern gesprochen werden.

Kolonialismus

Sieh dir das Video an und beantworte die Fragen.

Reichtum aus Afrika, der in Europa landet

Afrika ist sehr reich an Bodenschätzen, die überall auf der Welt für ganz alltägliche Dinge gebraucht werden. Kannst Du die Bilder zuordnen?

Projekttage

Die Kinder finden das Thema Ungleichheit sehr spannend aber auch schwierig.
Sie fragen die Lehrerin, ob sie eine ganze Projektwoche zu diesem diesem Thema machen können. 

Ben möchte mit den Freunden ins Kino, der Gehweg zum Kino ist sehr holprig
und zu schmal für parkende Autos und Rollstuhlfahrende.

Ben

Husna soll mit ihrer Familie nach Afghanistan abgeschoben werden.

Husna

Jonathan wird von älteren Schülern rassistisch beleidigt. 

Jonathan

Helena versteht sich mit ihren Eltern nicht mehr.
Die haben nie Zeit für Helena und hören nicht zu. 

Helena

Die Kinder wollen Jonathan im Dorf besuchen und bei ihm zelten.
Es ist Sommer und kein Bus oder keine Bahn fahren zu ihm. 

Alle Freunde

Das Fest

Unsere Freunde geben im Dorf bei Jonathan ein Konzert. Alle Eltern sind eingeladen, es gibt etwas zu feiern: 
 

Husna, Ben, Helena und Jonathan sitzen in der Pause zusammen.
Sie reden über die Projektwoche, in der letzten Zeit haben sie viel erreicht.
Alle sind sich einig, wenn sie zusammenhalten, Probleme ansprechen und sich helfen Probleme zu lösen,
so ist die Welt gleich viel schöner.
Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass es auf der Welt weniger Ungleichheit gibt.

Die Referentin

Christina Gierth

Hallo, ich bin Tina. Seit vielen Jahren begleite ich Global New Generation Berlin e.V., als Mutter aber auch als Referentin.
Viele Jahre wohnte ich mit meiner Familie in Berlin. Dann sind wir in ein kleines brandenburger Dorf mit nur 17 Häusern und 3 Storchennestern gezogen.
Ich habe Bibliothekswissenschaft und Zentralasienstudien studiert. Zur Zeit arbeite als Referentin für globales Lernen und nachhaltige Entwicklung u.a. für das Schulprogramm Bildung trifft Entwicklung Berlin- Brandenburg. Ich biete Workshops rund um die SDG´s, Nachhaltigkeit, Klimawandel und Kolonialismus für Kinder und Erwachsene an. Damit ich in meinen Workshop auch praktische Lösungen anbieten kann, studiere ich Permakultur. Mit anderen Menschen gründete ich in Wittenberge (NW-Brandenburg) 2021 einen Verein und zusammen betreiben einen Permakultur- Gemeinschaftsgarten, den wir als Garten und Bildungsort für alle öffnen.
Ich arbeite sehr gerne als Referentin, da ich Themen wie soziales Miteinander, Umweltschutz, Gemeinwohlökonomie und globale Gerechtigkeit miteinander verbinden und weitergeben kann.

 

Förderung

Wir danken für die freundliche Unterstützung.
Für die Inhalte der Publikationen ist allein die bezuschusste Institution verantwortlich.

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